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Das Leben

August Hinrichs wird am 18.4.1879 als Sohn eines Tischlers in Oldenburg geboren. Er erlernt nach der Schulzeit zunächst das Handwerk des Vaters, doch bereits in seiner Jugendzeit wird ihm eine Neigung zu Literatur und Theater nachgesagt. Nach Eröffnung einer eigenen Tischlerei in Oldenburg erfolgen erste dichterische Versuche, die ihm einen bescheidenen Nebenverdienst einbringen, der größte Erfolg gelingt ihm mit dem Drama "Frithjof" 1911.

Nach dem Ersten Weltkrieg, bei dem August Hinrichs an der Westfront eingesetzt wird, gelingt dem jungen Autor der Durchbruch: Anfangs mit Romanen, die von den Themen Heimatverbundenheit und Existenzkampf beherrscht werden, später mit Bühnenstücken kann sich August Hinrichs einen Namen nicht nur im norddeutschen Raum, sondern in ganz Deutschland machen. Manche seiner Werke werden auch im angrenzenden Ausland veröffentlicht. Mit seinen "drei großen Bauernkomödien" wird August Hinrichs in den 30er Jahren der meistgespielte lebende Autor in Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird es ruhiger um den Autor, nur sein 75. Geburtstag 1954 wird mit einem Festakt begangen. Am 20.6.1956 stirbt August Hinrichs in Huntlosen bei Oldenburg.

Kritik

August Hinrichs nimmt eine umstrittene Rolle zur Zeit des Nationalsozialismus ein. So schrieb er das Stück "De Stedinge", was am Freilichttheater Bookholzberg von den Nazis - ideologisch in deren Heimatbewußtsein und Bauerntum passend - zur 700-Jahr-"Feier" der Schlacht von Altenesch aufgeührt wurde. Zum anderen wurde August Hinrichs Vorsitzender der Reichsschrifttumskammer im Gau Weser-Ems, was sicherlich damit zusammenhängt, daß der Höhepunkt seines Erfolgs in die 30er/40er Jahre fällt. So ist es nicht verwunderlich, daß Hinrichs 1944 Ehrenbürger der Stadt Oldenburg wird.
Beim Entnazifizierungsverfahren 1949 wird August Hinrichs als "Mitläufer" eingestuft. Eine wissenschaftliche Abhandlung zur Rolle Hinrichs' im "Dritten Reich" ist bis heute ausgeblieben.